Freitag, 1. Mai 2015

Sanitär- und Elektrikerbesprechung - erledigt

So, nun finde ich endlich Zeit Euch von den Vor-Ort-Besprechungen mit Sanitärfachmann und Elektriker zu berichten.

Mit dem Sanitärfachmann hatte ich mich für Dienstagabend 17.00 Uhr verabredet, sodass ich ausnahmsweise schon um 16.15 Uhr Feierabend gemacht habe, um rechtzeitig auf der Baustelle zu sein. Normalerweise fahre ich von meiner Arbeit bis zu meinen Eltern ca. 35 Minuten, ich wäre also sogar 10 Minuten zu früh gewesen.
Mein Mann und ich legen extremen Wert auf Pünktlichkeit und sind daher selber lieber zu früh als zu spät. Tja, zu früh gefreut, der Verkehr hat mir ausgerechnet an dem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht! So blöd.... ich stand im Stau.... die Uhr lief immer weiter.... ich wurde immer nervöser und hatte so Angst zu spät zu kommen! Mit meinen Eltern hatte ich daher telefonisch verabredet, dass mein Vater deren Handy mit auf die Baustelle nimmt und wir uns im Notfall telefonisch mit dem Sanitärmitarbeiter abstimmen müssen.

Gegen 20 nach 5 war ich dann endlich auf der Baustelle, Bauleiter, Sanitärfachmann und mein Vater waren schon im Kinderbad und haben gemessen. Zum Glück war der Sanitärfachmann auch zu spät gekommen, sodass es nicht ganz so schlimm war und ich nicht zuviel verpasst habe.
Als erstes legten wir die genaue Position der Dusche im Kinderbad fest und besprechen dann Standort der Toilette und des Waschbeckens. Auch musste die genaue Lage des Handtuchheizkörpers bestimmt werden und die Höhe und Länge der Abmauerung hinter dem Waschbecken. Gar nicht so einfach sich das vorzustellen, ich hab da einfach mal auf die Erfahrungen des Sanitärfachmanns vertraut.
Unser kleines Kinderbad wirkt ganz schön großzügig. Durch gute Planung haben wir noch viel Platz um später Schränke aufzustellen, die ganze Breite des Raumes, unterhalb des Roto-Fensters.

Das Elternbad war noch schwieriger, da wir dort ja nicht das Standardwaschbecken nehmen, sondern uns eins von IKEA gekauft haben und dieses selber aufbauen. Die Anschlüsse müssen aber natürlich passend dazu verlegt werden.
Ich hatte die Möbel vorher bereits in den Grundriss eingezeichnet und mir die Maße notiert. Der Sanitärheini hat diese also ausgemessen und an der Wand angezeichnet, sodass wir dazu passend alles positionieren konnten. Zum Glück stellte sich dann raus, dass der Handtuchheizkörper auch noch an die Wand passt, eigentlich war der an der Wand zur Dusche geplant, aber da soll ja mein Wäschetrenner stehen.
Dann legten wir fest, dass das WC so weit wie möglich an die Außenwand gerückt werden soll, damit zwischen WC und Dusche noch Platz für einen Handtuchschrank ist.
Unsere Dusche wird ja bodentief mit Mosaikfliesen und sie erhält eine gemauerte Sitzbank und Ablage. Die Duschwände werden nicht aus Glas, sondern gemauert. Wir haben die lange Wand der Dusche spontan noch um 10cm verlängert, dann spritzt später weniger Wasser raus.
Der Sanitärfachmann zeichnete die Duschwände auf den Boden, sodass diese bald passend gemauert werden können. Ich bin schon so gespannt, wie die Dusche später wird.
Wir haben uns ja für eine Regendusche von Grohe entschieden, ganz schön teuer, aber im Eigenheim kann man sich schon mal einen kleinen Luxus gönnen. Wie gut, dass unsere Dusche so groß wird, da findet der Regenkopf gut Platz.
Bei der Badplanung gibt es ganz schön viel zu bedenken, unter anderem musste ich spontan entscheiden, wie hoch die beiden Wände der Dusche gemauert werden sollen. Darüber hatten wir uns noch gar keine Gedanken gemacht und ich bin da dem Rat des Bauleiters und Sanitärfachmanns gefolgt, beide Wände werden nun 2,20m hoch, dann sind oben noch ca. 20cm Platz zur Decke. Es kommt dann zwar noch etwas Licht rein, aber wir lassen trotzdem noch 2 LED-Spots in der Dusche installieren, um genug Licht in der Dusche zu haben.

Unten im Gäste-WC musste auch alles passend positioniert werden, wieder nicht so einfach, da es von IKEA keine genauen Zeichnungen mit Maßen für die Verlegung der Leitungen gibt. Mein Papa und ich haben also Abends schon mal das Waschbecken für das Gäste-WC aufgebaut, um die Maße rauszufinden.

Dann ging es noch um den HWR, auch hier muss ja alles passen. Wir wollen ja Waschmaschine und Gefrierschrank sowie einige Unterschränke unserer jetzigen Küche mit einer Arbeitsplatte und Einbauspüle über die komplette Breite des HWR verteilen, sodass ich schön viel Stauraum und Arbeitsfläche habe.
Die Waschmaschine kommt nun an die Außenwand, dann der Gefrierschrank und dann zwei Schränke unserer Küche mit dem Spülbecken. Unsere Oberschränke kommen dann da drüber.
Am Nebeneingang bekommen wir auch noch einen Außenwasserhahn gelegt.

Insgesamt hat die Besprechung ziemlich lange gedauert, über eine Stunde, und wir waren froh, also wir danach endlich zum essen gehen konnten, denn es war doch ziemlich frisch im Bau geworden.



Mittwochmorgen hatte sich schon ziemlich früh der Elektriker angekündigt, da ich ja möglichst nicht so spät auf der Arbeit sein wollte. Ich hatte extra bei meinen Eltern übernachtet, damit ich nicht so früh hinfahren muss.
Der Elektriker war überpünktlich, wir hatten noch gar nicht mit ihm gerechnet, sind dann aber gleich raus, damit wir schneller fertig sind.
Mit meinem Mann hatte ich ja am Wochenende bereits Pläne angefertigt, damit ich alles richtig legen lasse.
Zuerst haben wir uns das Obergeschoss vorgenommen und in den Kinderzimmern angefangen.
Der Elektriker hat jeweils in rot seine Symbole an die Wand gezeichnet (Sanitär hatte blau). So merkwürdige Zeichen, mit denen wir Laien nichts anfangen können.
Die Bedienelemente der Fußbodenheizung haben wir immer hinter die jeweilige Zimmertür gelegt, die Rollladenschalter rechts oder links vom Fenster. Dann haben wir die ganzen Steckdosen, SAT-Anschlüsse und CAT7 verteilt.
Da ich gut vorbereitet war, ging das recht schnell, meinst hatte ich gut geplant, manchmal gab der Elektriker aber auch Verbesserungsvorschläge.
Schwierig waren eigentlich nur die Steckdosen in den Bädern, wie hoch sollen die und wohin genau, damit sie später nicht den geplanten Schränken im Weg sind. In der Dusche im Elternbad haben wir zusätzlich zu den Standardlampenauslässen noch 2 LED-Spots planen lassen. Außerdem bekommt das Elternbad ein Einbauradio von Busch-Jäger, passend zum Schalterprogramm.

Dann ging es im Erdgeschoss weiter. Wir bekommen auf der Terrasse nun zwei Lampenauslässe (statt einem) und eine Wechselschaltung, damit wir die Lampen sowohl vom Wohnzimmer als auch von der Küche aus schalten können. Außerdem haben wir zwei Steckdosen auf der Terrasse geplant.
Im Büro haben wir einen zusätzlichen CAT7-Anschluss genommen, damit sowohl der Schreibtisch von meinem Mann also auch meiner einen hat.
In der Küche haben wir einen SAT-Anschluss anzeichnen lassen, sowie einen zusätzlichen Lampenauslass, damit die Unterschrankleuchten unserer Küche nicht über deren kleinen Schalter bedient werden müssen, sondern über einen ,,richtigen'' Lichtschalter. Für den Backofen benötigen wir eine extra abgesicherte Steckdose, da unser Bauträger eigentlich damit geplant hat, dass dieser am Kochfeld mit angeschlossen wird.
Im HWR gab es auch ein paar zusätzliche Steckdosen auf Arbeitsplattenhöhe.
Dann haben wir uns noch um die Beleuchtung auf der Eingangsseite gekümmert. Standardmäßig sind zwei Auslässe für Wandlampen inklusive, wir möchten aber nur eine und bekommen zusätzlich noch 2 LED-Spots in den Dachüberstand. Die Lampen werden gemeinsam über einen Bewegungsmelder gesteuert, der im Flur umgeschaltet werden kann auf Dauerbetrieb, falls man draußen vor dem Haus mal eine Party oder so Feiern will und das Licht nicht ständig ausgehen soll.
Außerdem werden wir gleich eine SAT-Anlage vom Elektriker installieren lassen, damit wir damit keine Arbeit haben und diese korrekt ausgerichtet wird.

Insgesamt dauerte die Elektroplanung statt Vorarbeit gute 1,5 Stunden. Morgens war es noch sehr kalt, sodass ich danach ziemlich durchgefrohren war und auf dem Weg zur Arbeit erstmal die Heizung im Auto voll aufgedreht habe!

Gleich einen Tag später kam auch schon das Angebot für die Mehrleistungen. Für zusätzliche Steckdosen, einem SAT-Anschluss und einem CAT7-Anschluss, Radio im Bad, SAT-Anlage, mehr Lichtschalter, mehr Lichtauslässe, .... zahlen wir nun insgesamt einen Aufpreis von 3.000 Euro. Viel Geld, aber das kann man ja hinterher schlecht nachrüsten, sodass wir das gleich ordentlich machen wollen.

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