Dienstag, 16. Februar 2016

Kalte Tage = Probleme mit der Lüftungsanlage

Vor einigen Wochen hatte ich ja bereits über ein Rauschen in unserem Badzimmer und starkem Unterdruck im Haus bei winterlichen Minustemperaturen berichtet, siehe hier.

Damals war auch gleich am nächsten Tag ein Mitarbeiter der Sanitärfirma vor Ort, konnte jedoch keinen Fehler feststellen. Er wollte sich  mit dem Hersteller Tecalor in Verbindung setzen und sich dann wieder bei uns melden.

Zwischenzeitlich hatte sich das Problem von selbst erledigt, als die Temperaturen wieder über den Gefrierpunkt anstiegen. Es scheint also definitiv mit kalten Temperaturen zusammenzuhängen.
Zunächst haben wir uns natürlich gefreut und das Rauschen/Zischen/Pfeifen/Ünterdruck schon fast wieder vergessen, bis es am Wochenende wieder kühler wurde und es erneut losging im Bad zu ziehen und zu pfeifen und uns auch die Haustür beim Öffnen durch Unterdruck wieder entgegenflog.

Tja, leider war es Samstagmorgen und die Sanitärfirma nicht besetzt. Wir haben daher eine Tonaufnahme von dem Pfeifen gemacht und Fotos vom vereisten Zuluftgitter und eine lange, ausführliche Mail an die Sanitärfirma geschrieben, mit der Bitte um Überprüfung.
Das ganze Wochenende mussten wir uns natürlich über das Rauschen im Bad ärgern....

Gestern morgen habe ich dann gleich bei der Sanitärfirma angerufen und gefragt, ob sie meine Mail vom Samstag schon gelesen haben. Ja, haben sie, das ist schon in der Klärung.
Gut habe ich gedacht und um Rückruf bei meinem Vater gebeten, da ich von der Arbeit aus ja eh nicht vor Ort sein kann, falls sich das jemand angucken will.

Bis Abends hatte sich leider  niemand  mehr gemeldet und das Problem bestand natürlich weiterhin als ich nach Hause kam.
Und als ob das nicht schon genug wäre, stank es im ganzen Haus wie in einem Klärwerk!
Am Samstag trat nämlich ganz plötzlich noch ein weiteres Problem auf:

Ich war im Hauswirtschaftsraum und bereitete alles vor, um unsere Fenster zu putzen.
Auf einmal gluckerte es und ich dachte, dass die Wärmepumpe wieder einige Tropfen Flüssigkeit ablassen will.....
Zum Glück war ich zuhause und eh gerade im HWR zugange, sonst hätte es wohl eine große Überflutung gegeben.....
Es bildete sich eine Pfütze, die immer größer wurde, sodass ich ca. 9 Handtücher klitschnass benötigte, um die Pfütze aufzuwischen. Wie gut, dass ich einen großen Vorrat alter Handtücher in meiner Method-Zeile liegen habe.....

Ich rief sofort meinen Mann und meinen Papa zur Hilfe, die gerade draußen am werkeln waren.
Zum Glück kennt sich mein Papa mit fast allem etwas aus und hat sofort erkannt, dass der Geruchsverschluss der Wärmepmpe total mit Schleim zugesetzt war und daher das Kondensat der Anlage nicht mehr ablaufen konnte. Scheinbar hatte die Anlage versucht sich abzutauen und wollte das Tauwasser nun ablaufen lassen.
Nachdem kein weiteres Wasser mehr nachlief und ich alles trockengewischt hatte, baute mein Papa den Geruchsverschluss auf, um den Glibber zu entfernen, damit der Abfluss wieder frei ist.
Keine Ahnung wie so ein Schleim dort entstehen konnte und es hat uns bei der Heizungseinweisung auch niemand gesagt, dass wir den Geruchsverschluss reinigen müssen.....

Ich habe mal ein paar Fotos von dem schleimigen Zeug gemacht, um es auch der Sanitärfirma belegen zu können.
Ist das nicht ekelhaft?






Den Geruchsverschluss haben wir dann gereinigte und wieder eingebaut. Wasser haben wir natürlich auch nachgefüllt, damit er seinen Zweck wieder erfüllen kann.

Mein Bruder kam dann auch noch kurz rüber um sich die Sache anzuschauen, er hat mal einen Ausbildung als Anlagenmechaniker für Heizung und Sanitär gemacht und selbst bereits Wärmepumpen eingebaut.
Er staunte ziemlich als er den Geruchsverschluss sah, so eine Konstruktion hatte er bisher noch nicht gesehen und fand die ziemlich ,,wackelig'' aufgebaut:


Naja, scheinbar hatte ich nicht genug Wasser nachgefüllt, denn gestern Abend stank es ja fast im ganzen Haus... besonders stark allerdings im HWR, also musste die Ursache ja am dortigen Geruchsverschluss liegen.
Ich habe dann das ganze Haus durchgelüftet und noch einmal sehr viel Wasser nachgekippt und hoffe nun, dass wenigstens dieses Problem damit erledigt ist!

Heute Morgen hat mein Mann auch gleich nochmal bei der Sanitärfirma angerufen und sich erkundigt, ob sich heute jemand um unser Problem mit der pfeifenden Lüftung kümmert.
Die Sanitärfirma wartet scheinbar noch auf eine Antwort von Tecalor..... na toll.... die wollten doch schon beim letzten Mal, also Ende Januar beim Tecalor nachhaken.....

Nun hoffe ich natürlich, dass sich heute endlich jemand meldet und hoffentlich auch noch heute zu uns kommt und das Problem lösen kann, so langsam habe ich nämlich echt keine Lust mehr!
Ich bin echt schon am überlegen meine Badsachen in das kleine Bad umzuräumen, um dem Pfeifen dort zu entgehen und ggf. die nächsten Tage im gelben Zimmer zu schlafen, um endlich mal wieder Ruhe zu haben!

Hoffentlich kann die Sanitärfirma oder Tecalor den Fehler finden, bevor es wieder wärmer wird und wir wieder auf die nächste ,,Kältewelle'' warten müssen!

Kommentare:

  1. Woah, eklig :( Wo ist denn so ein Verschluss und gibt es den bei allen Wärmepumpen? Haben ja auch eine und ich hab davon auch noch nie was gehört :o

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    1. Keine Ahnung, ich denke aber mal schon, irgendwohin muss das Kondensat ja abfließen.

      Bei uns ist der Abfluss hinter der Wärmepumpe am Boden.

      Zum Glück hat es gestern nicht mehr so doll gestunken und mein Papa wollte heute mal gucken, ob der Abfluss richtig angeschlossen ist.
      Ausgerechnet in den letzten stinkt es bei uns im Kanal wieder so stark, weil der Nachbar mit seinem Schlachtbetrieb wieder irgendwelchen sch... runtergespült hat :( da ist es natürlich blöd, wenn das durch den Abfluss hoch ins Haus zieht :(

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