Montag, 11. April 2016

Haustour - Mädchentraum Ankleidezimmer

Wie es neuerdings so üblich ist, hat auch unser neues Haus ein separates Ankleidezimmer, der Traum eines jeden Mädchens, in rosa-rot!

In unserem Grundriss war es von Anfang an so vorgesehen, dass man vom Flur aus ins Ankleidezimmer geht und von dort ins Schlafzimmer bzw. Bad.
Diese Anordnung empfinden wir als sehr praktisch, so geht man morgens zuerst durchs Ankleidezimmer, nimmt sich Klamotten mit und geht dann direkt weiter ins Bad. Kein langer Weg über den Flur, auch wenn man mal was vergessen hat!

Wir haben uns aber vor allen Dingen aus praktischen Gründen für das Ankleidezimmer entschieden, weniger weil es gerade in Mode ist.
Wie ich bereits im Schlafzimmer-Post geschrieben hatte, finde ich kleinere Schlafzimmer gemütlicher und die klobigen Kleiderschränke stören diese Gemütlichkeit.
Außerdem müsste ein Schlafzimmer schon sehr riesig sein, um zwei Kleiderschränke unserer Größe unterzubringen.

Unsere Ankleide ist zwar nur 8,47m² groß, aber aufgrund des Schnittes hat man dort jede Menge Platz für zwei große Schränke a' 2,26m. Und falls der Platzbedarf irgendwann noch größer wird, können wir problemlos noch eine Kommode unter das Fenster stellen, weshalb wir uns auch gegen das eigentliche bodentiefe Fenster entschieden haben.


Rechts, Zugang zum Schlafzimmer:


Links, Tür zum Bad:



Einen unserer Kleiderschränke (Fabr. Rauch, Modell Valence Extra, 5-türig) haben wir bereits 2012 zusammen mit unserem Bett bestellt und diesen seitdem bei meinen Eltern im Keller gelagert, da er in unserem alten Schlafzimmer leider keinen Platz hatte.
Wir hatten den Schrank damals mitbestellt, weil wir Angst hatten dieses Modell später nicht mehr passend zu bekommen, da ja zu der Zeit noch in den Sternen stand wann wir umziehen und wohin.
Als dann Ende 2014 unser endgültiger Grundriss vorlag und feststand, dass wir problemlos 2 Schränke unterbringen können, haben wir einen identische Schrank bei Amazon nachbestellt, damit die Schränke zusammenpassen.

Im alten Schlafzimmer bzw. Haus war alles sehr beengt, sodass mein Mann seine Klamotten in meinem Kleiderschrank hatte, den ich aus meinem Elternhaus mitgebracht hatte, und meine Klamotten großteils in zwei kleinen Kommoden untergebracht war, die nur beschwerlich zugänglich waren. Für Hemden, Blusen und einen Teil meiner Kleider haben wir uns das ,,Stangenabteil'' des Kleiderschrankes geteilt, der Rest (Winterjacken, Anzüge, Abendkleider, etc.) war in Schränken im Arbeitszimmer untergebracht, sodass man immer erstmal überlegen musste, wo man ein bestimmtes Teil denn nun eigentlich suchen muss.
Die Situation war alles andere als optimal, daher sind wir sehr froh, dass wir nun ausreichend Platz zur Verfügung haben.

Entgegen dem aktuellen Trend haben wir also nicht das PAX-System von IKEA, unser Schranksystem heißt nämlich PACKS..... also recht ähnlich, aber doch was vollkommen anderes.
Zu unseren Kleiderschränken kann man ebenfalls jede Menge passendes ,,Innenleben'' dazukaufen, was jedoch sehr teuer ist.
Wir haben uns daher lediglich die passenden Schubladen für Unterwäsche gekauft, das restliche Innenleben haben wir nach unseren Bedürfnissen im Baumarkt zuschneiden lassen und zusammen mit meinem Papa eingebaut.

Da wir unsere Sachen allgemein lieber zusammenlegen statt diese auf Bügel zu hängen, mussten wir natürlich jede Menge Einlegeböden einbauen, da der Schrank standardmäßig nur mit Kleiderstangen ausgestattet war.

Für meine Seite (gesamter rechter Schrank) haben wir große Schubladen für Unterwäsche und Socken gekauft und jede Menge Fächer eingebaut, von der Größe genau passend für meine zusammengelegten Pullover und T-Shirts.
Ganz links habe ich die Kleiderstange drin gelassen und einen Teil für Kleider vorgesehen und einen für Blusen. Unter den Blusen habe ich weitere Fächer eingebaut, um keinen Platz zu vergeuden.




In der mittleren, schmalen Tür, habe ich auch die Kleiderstange drin gelassen für Blazer und meine Vereinsuniform.

Mein Mann hat 3/5 des linken Schrankes für sich bekommen.
Auch bei ihm haben wir drei Schubladen für Unterwäsche und Socken eingebaut, jedoch schmaler, sodass daneben noch Fächer für Gürtel, Handschuhe usw. sind.
Die Kleiderstange haben wir von der Höhe genau so eingebaut, dass sie passend für Hemden und Anzüge ist, So ist darüber noch genügend Platz für einen Einlegeboden für Hosen.

Die mittlere, schmale Tür hat in diesem Schrank Einlegeböden für Pullover und Polo-Shirts meines Mannes bekommen (nicht wundern, weil so leer, viele Pullover liegen zurzeit im Wäschekorb).




Was wir übrigens auch klasse finden und jedem empfehlen können:
Einklebbare, batteriebetriebene Schrankbeleuchtung von Lidl.
Die Dinger sind echt klasse und haben uns im alten Haus bereits gute Dienste geleistet.



Da mein Mann nicht so viele Sachen hat wie ich, benötigt er die letzte Doppeltür nicht, sodass die dortige Kleiderstange noch jede Menge Platz für unsere Winterjacken und mein Röcke hat.
Zurzeit ist dieses Abteil recht leer, da wir unsere Winterjacken noch nicht ,,eingemottet'' haben.



Neben den Schränken ist jeweils noch etwas Platz zur Außenwand, sodass wir dort unser Bügelbrett und meinen Koffer stehen haben.




Wir können ein Ankleidezimmer sehr empfehlen, nicht nur weil es gerade ,,cool'' ist, sondern weil es so unendlich viel Stauraum bietet.
Außer unseren ganzen Klamotten haben wir dort auch noch Winterkleidung, Stiefel, Winter- bzw. Sommerdecken, Gartenauflagen und noch einiges mehr untergebracht, was ich jetzt allerdings nicht extra fotografieren wollte.
Endlich haben wir viel Platz und es sieht überall schön aufgeräumt aus.

Was ich auch toll finde, sind die großen gegenüberliegenden Spiegel an den Kleiderschränken.
Darin kann man sich so gut von allen Seiten anschauen, so eine Möglichkeit hat mir im alten Haus, wo der Kleiderschrank nur eine Tür mit Spiegel hatte, nämlich total gefehlt.



So, ich hoffe mein Bericht über das Ankleidezimmer hat auch gefallen.
Ich für meinen Teil gucke nämlich auf Baublogs immer total gerne die Ankleidezimmer an und überlege dann, was man hätte besser machen können, aber auch was bei uns besser gelöst ist als woanders.

Kommentare:

  1. Oh wie toll! Ich will auch schon lange unbedingt so ein Zimmer als begehbarer Kleidershrank. Ich finde es geschlossen auch besser da verstaubt alles nicht so schnell wie bei offenen Regalen
    Die Idee von dort ins Bad zu gehen hatte ich auch schon. Freut mich das hier nun so gut gelöst zu sehen! Habt ihr wirklich sehr gut durchdacht alles!

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    1. Ja, das ist einer der Hauptgründe, warum wir uns für geschlossene Schränke, statt der so beliebten offenen Variante entschieden haben.
      Ich hatte Angst, dass die Sachen mit der Zeit verstauben oder ausbleichen durch Sonnenlicht, außerdem muss man dann immer perfekte Ordnung im Schrank halten, da es bei einem offenen System sonst so chaotisch aussieht.

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