Dienstag, 16. August 2016

Juhu, die Stromabrechnungen sind da

Ihr fragt Euch sicherlich, warum wir uns darüber freuen? Viele anderen Haushalte haben ja eher Angst vor der Stromabrechnungen, aber wir haben bisher immer eine Erstattung bekommen und waren natürlich gespannt, ob dies auch im neuen Haus wieder der Fall ist.

Wir haben zwei getrennte Stromzähler: 
Einen für den normalen Haushaltsstrom und einen speziellen Zähler für die Wärmepumpe, welcher sich noch aufteilt in Tag- und Nachttarif.

Mit beiden Stromzählern sind wir im 1. Jahr bei unserem Grundversorger, der EWE, geblieben, weil wir nicht einschätzen konnten wieviel Strom wohl unsere Wärmepumpe verbrauchen wird und auch beim Haushaltsstrom waren wir uns unsicher, weil uns alle versichert haben, dass mit einem größeren Haus auch der Stromverbrauch weit nach oben gehen wird.

Wir haben uns damals schon gefragt, warum wohl unser Stromverbrauch so enorm steigen soll.
Wir haben nun zwar ein größeres Haus (60m² vs. 154m²), jedoch ändern wir dadurch doch unsere Gewohnheiten nicht. Nur weil z.B. mehr Räume mit mehr Lampen zur Verfügung stehen, haben wir doch nicht überall gleichzeitig Licht brennen, auch wenn wir uns gar nicht in den Räumen aufhalten!
Auch haben wir keine zusätzlichen Geräte angeschafft, im Gegenteil wir haben z.B. alle Küchengeräte (außer Mikrowelle) neu angeschafft, und sie sind allesamt energiesparender als die Alten.
Außerdem haben wir in unserem alten Haus das Badezimmer mittels eines elektrischen Heizlüfters geheizt, was ja nun im neuen Haus auch komplett wegfällt und somit jede Menge Strom spart.

Von daher waren wir auf die Stromabrechnungen wirklich gespannt und haben regelrecht darauf gewartet, dass sie endlich in der Post sind!

Zuerst habe ich den Umschlag mit der Abrechnung für den Haushaltsstrom geöffnet und wurde positiv überrascht! Wir bekommen eine Erstattung in Höhe von Euro 350!
Insgesamt haben wir in diesem Jahr 1.400kWh Strom verbraucht, also wesentlich weniger als der Standardwert für einen 2-Personen-Haushalt, der liegt nämlich bei 3.000kWh, also mehr als doppelt soviel!
Naja, ein wenig wird unser niedriger Verbrauch wohl auch damit zusammenhängen, dass mein Mann im vergangenen Jahr an 4-5 Tagen nicht zuhause war und somit seinen stromfressenden PC nicht benutzt hat...
Im alten Haus haben wir meist so um die 1.800kWh im Jahr verbraucht, als mein Mann noch täglich zuhause war, also auch deutlich weniger als der durchschnittliche 2-Personen-Haushalt. Aber wie gesagt, damals haben wir unser Bad auch mit Strom beheizt.

Ich freue mich natürlich über den niedrigen Verbrauch und die hohe Rückzahlung und auch, dass die Annahme, dass wir im großen Haus mehr Verbrauch haben, widerlegen konnten!
Durchschnittlich haben wir monatlich meist so zwischen 120 und 130kWh Strom verbraucht, womit wir sehr zufrieden sind.
Um noch etwas mehr Geld einzusparen, haben wir nun den Stromtarif bei unserem Grundversorger EWE gewechselt. Vorher hatten wir den Classic-Tarif, nun den günstigeren Online-Tarif, womit wir monatlich noch ein paar Euro weniger Zahlen müssen!

Und nun zum Thema: Stromverbrauch der Wärmepumpe!

Wir haben ja keinerlei Erfahrungen mit Wärmepumpen und kennen auch niemandem mit einem solchen Gerät, sodass wir völlig Ahnungslos waren und erstmal jeden Monat brav den von der EWE vorgegebenen Abschlagsbetrag bezahlt haben.
In den 1. Jahren verbraucht die Wärmepumpe ja auch noch etwas mehr, da das Haus erstmal trocknen muss und die Heizung daher höher eingestellt ist.

Unseren Jahreshöchstverbrauch hatten wir im Monat Januar, da wir zu dieser Zeit von einem plötzlichen Wintereinbruch überfallen wurden, der den gesamten Monat anhielt.
Im Januar hat es fast durchgängig gefroren (sonst eher untypisch für unsere Gegend), sodass der Zusatzheizstab oft angesprungen ist. Dies hat dann einen Monatsverbrauch von 950hWh nach sich gezogen!
Zum Glück wurde es danach wieder wärmer, sodass die nächsten Monate wieder weniger Strom verbraucht wurde.

Insgesamt haben wir im letzten Heizjahr (August 2015 bis August 2016) 6.368kWh für unsere Wärmepumpe verbraucht, davon 4.823 im HT und 1.554 im NT.
Das ergibt dann einen Brutto-Betrag von Euro 1.376,32.
Teilt man diesen Betrag durch 12, kommt man auf monatliche Heizkosten von Euro 114,69. Zwar nicht wahnsinnig niedrig, aber für das 1. Jahr durchaus akzeptabel.

Da unser Stromanbieter für uns viel zu hohe Abschläge berechnet hat, bekommen wir nun eine Erstattung in Höhe von Euro 660,-, über die wir uns natürlich sehr freuen!

Wir sind nun sehr gespannt auf unseren zukünftigen Verbrauch, da unsere Wärmepumpe vor einigen Monaten neu eingestellt wurde, um den Verbrauch zu sinken. Dies wurde vom Hersteller durchgeführt, da die Wärmepumpe im 1. Heizjahr immer etwas höher eingestellt ist und dies dann runtergesetzt werden kann.

Nun wo wir  eine Richtlinie für den Verbrauch unserer Wärmepumpe bekommen haben, haben wir uns auch nach einem günstigeren Stromanbieter umgesehen und werden damit in Zukunft ca. 100 Euro jährlich sparen!

Wir werden weiterhin am Monatsende den Zählerstand notieren, um einen Überblick über den Monatsverbrauch zu bekommen.

Leider habe ich zu Beginn nicht dran gedacht eine Liste zu führen, daher beginnt unsere Verbrauchsliste erst im November, aber ich möchte sie Euch trotzdem nicht vorenthalten, um einen kleinen Überblick zu geben.
Ich habe jeweils am 30. des Monats den Zählerstand notiert und daraus den monatlichen Verbrauch berechnet (allerdings nicht nach HT und NT getrennt).



Und wo es hier gerade eh um das Thema Stromkosten geht:

Ich weiß gar nicht mehr genau, ob ich eigentlich im letzten Jahr geschrieben habe, wieviel Strom wir für die Aufheizung des Estrichs verbraucht haben?
Wir hatten ja das Glück, dass unser Estrich im Hochsommer ins Haus kam, sodass der Zusatzheizstab glücklicherweise für die Estrich-Aufheizung nicht benötigt wurde.
Auch Glück hatten wir, dass wir den günstigeren Wärmepumpen-Tarif bereits rechtzeitig beantragt hatten, sodass wir schon für die Aufheizung von den günstigen Preisen profitieren konnten.

Insgesamt haben wir während der Aufheizphase ,,nur'' ca. 1.300kWh Strom verbraucht, was eine Rechnung von Euro 290,- ergab.
Da hab ich im Vorfeld von deutlich höheren Summen gelesen, sodass ich nach der Abrechnung doch ziemlich beruhigt war!


Ich glaube, das war's jetzt erstmal bzgl. Strom!
Wir sind jedenfalls glücklich über unsere 1.000 Euro Erstattung und hoffen, dass der Stromverbrauch im kommenden Jahr nochmal fällt, sodass wir dann wieder Geld zurück bekommen!
Ich melde mich dazu dann in einem Jahr wieder, wenn ich genaueres weiß!

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