Freitag, 1. Juni 2018

Konkurrenz für die Schafe - Unser Landroid-Mähroboter

Kürzlich hatte ich es schon mal in einem Post nebenbei erwähnt:
Bei uns ist endlich der langersehnte Mähroboter eingezogen!

Ich wollte eigentlich von Anfang an einen Mähroboter haben, aber mein Mann war da eher zögerlich wegen der Kosten und dem Aufbauaufwand und überhaupt hat er sowas als unnötig angesehen.
Nun ist es aber ja so, dass wir beide Vollzeit arbeiten und mein Mann auch oft beruflich unter der Woche im Ausland ist, sodass zum Rasen mähen eigentlich nur der Samstag in Frage kommt (außer mein Mann macht Homeoffice und schafft es mal zwischendurch). Tja, wenn es dann aber ausgerechnet am Samstag regnet und Rasen mähen nicht möglich ist, dann hat man ein Problem! Oder auch nicht, denn dann hat mein Papa unter der Woche bei uns meist mitgemäht, aber da hatte ich auf Dauer doch ein ziemlich schlechtes Gewissen, denn es kam im letzten Jahr regelmäßig vor, dass wir am Samstag nicht selbst mähen konnten und diese Arbeit an meinem Papa hängen blieb.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Irgendwann hat es dann auch mein Mann eingesehen, dass ein Mähroboter nicht nur unnötiger Schnick-Schnack ist, sondern in unserem Fall wirklich sinnvoll und eine große Arbeitserleichterung für uns darstellt!
Aber dann war da ja immer noch die Sache mit den Kosten, sodass wir uns zwar schon öfters über Mähroboter informiert hatten, aber die Anschaffung immer verschoben haben, weil das halt doch eine ganz schöne Stange Geld kostet.
In meinen to-do-Listen die ich am Anfang des Jahres meist gepostet habe, tauchte der Mähroboter ja schon lange auf, aber am Ende des Jahres stand er dann immer noch drauf, weil wir wieder keinen angeschafft hatten.

Aber, wie gesagt, informiert hatten wir uns schon an mehreren Stellen und daraus folgende Kenntnisse für uns gezogen:

  • Der Mähroboter von Bosch schied gleich aus, weil wir 1. einen Roboter mit chaotischem Mähsystem haben wollten und 2. und auch wichtigstes Ausschlusskriterium: Ein Bosch-Mitarbeiter erzählte uns, dass der Bosch sich bei den 1. Fahrten die zu mähenden Bereiche einlernt und dann immer diesen Bereich abfährt. Wenn dann aber mal während eines Mähvorgangs z.B. ein Fahhrad auf dem Rasen liegt, dann merkt er sich dass an dieser Stelle ein Hindernis ist und fährt die Stelle von nun an nie mehr an, weil er nicht selbstständig ausprobiert, ob das Hindernis weiterhin da ist. Es kann ja durchaus öfters mal vorkommen, dass man etwas auf dem Rasen liegen lässt und es dann hinterher wieder wegräumt, da will ich doch nicht jedes mal den Anlernvorgang erneut starten, nur damit der Robi diese Stelle wieder anfährt. Dieses Kriterium hat uns sehr stark gestört, sodass wir den Bosch gleich zu Anfang schon ausgeschlossen haben und uns mit ihm nicht mehr weiter beschäftigt haben.
  • Super wäre natürlich ein Roboter der Marke Husqvarna gewesen, da dies einfach eine bekannte, qualitativ hochwertige Marke ist und der ,,normale'' Rasenmäher meiner Eltern auch von der Marke ist und immer zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Aber, Husqvara war dann natürlich nicht mal annähernd in unserer Preisklasse, auch wenn das natürlich ein tolles Gerät ist (Schwiegervater hat kürzlich einen Automover bekommen und der ist schon echt super).
  • Am bekanntesten im bezahlbaren Bereich ist natürlich Gardena, die ja aus der gleichen Fabrik wie die Husqvarna-Mäher kommen. Das wäre eigentlich auch unsere 1. Wahl gewesen, wir hatten uns auch ausgiebig informiert und waren schon fast der Überzeugung so einen zu kaufen, aber leider können die Gardena-Mäher keine allzu hohen Steigungen überwinden, was bei uns durchaus ein Problem darstellt, da es hinter unserem Carport ziemlich abschüssig ist und der Gardena wäre da wohl nicht mit klar gekommen. Also, Gardena leider auch ausgeschieden.
  • Von unserem Kumpel hörten wir im letzten Sommer dann von einer Marke die uns bisher vollkommen unbekannt war: WORX. Sein Vater hatte sich einen Mähroboter dieser Marke angeschafft, auch nach langen Recherchen, und ist damit sehr zufrieden. Dazu ist zu sagen, dass diese Familie ansonsten eher hochpreisige Sachen kauft, sodass wir doch etwas überrascht waren, dass der Vater sich keinen Husqvarna angeschafft hatte, sondern so einen ,,billigen'' Mähroboter von einer eher unbekannten Marke. Das alleine schien es uns interessant uns mal genauer mit dieser Marke auseinander zu setzen. Letztlich haben wir uns dann auch dafür entschieden wegen dem guten Preisleistungsverhältnis, vieler positiver  Rezessionen und weil er höhere Steigungen bewältigen kann als der Gardena.
Also, es ist dann letztendlich auf einen WORX Landroid S (WR105SI.1) hinausgelaufen!

Aber wie kam es überhaupt dazu, dass wir uns letztendlich doch einen Mähroboter gekauft haben?
Tja, wie das immer so bei uns ist, das war mal wieder eine vollkommen ungeplante, spontane Entscheidung....
Eigentlich waren wir ja beim Hagebau, weil wir im Rahmen der 18%-Partnercard-Aktion eine Biohort Freizeitbox bestellen wollten, die schon lange auf unserer Wunschliste ganz oben stand.
Und wo wir da mit dem Verkäufer am Bestelltresen standen, standen da zufällig direkt daneben die Mähroboter und da der Verkäufer eh grad Zeit hatte, hat mein Mann sich spontan vom ihm beraten lassen..... und dann sind wir nach Hause gefahren, haben das Gefälle hinter dem Carport ausgerechnet, sind wieder zum Hagebau gefahren und haben den Mähroboter ebenfalls mit dem Partnercard-Rabatt bestellt!
Ziemlich spontan, sag ich ja, gar nicht geplant, aber wir waren echt happy!

Genau eine Woche nach Bestellung wurde der Landroid dann per DHL geliefert, und zwar vom Otto-Versand, die scheinbar mit Hagebau zusammen arbeiten.
Wie gut dass Samstag war, natürlich haben wir den Mähroboter sofort ausgepackt und aufgebaut!

Das Aufbauen ging eigentlich ziemlich einfach und schnell. Wir hatten es uns viel schlimmer vorgestellt, waren sogar am überlegen den Aufbauservice in Anspruch zu nehmen, aber das sollte ca. 200€ kosten und war es uns dann doch nicht wert.
Schwiegervater hat seinen Husqvarna von einer Firma aufbauen lassen, das Kabel wurde dann mit einem Gerät auch gleich unterirdisch verlegt, aber sein Garten ist auch wesentlich größer und er hatte viele Beete und Bäume die vom Mähbereich ausgeschlossen werden sollten.
Letztendlich waren wir froh, dass wir uns das Geld für den Aufbau gespart haben, das haben wir gut selbst hinbekommen.

Wir haben das Begrenzungskabel erstmal oberirdisch auf dem Rasen mittels der mitgelieferten Plasik-Heringe verlegt, falls doch noch Korrekturen vorgenommen werden müssen (was ja dann auch wirklich noch nötig war), weil wir es dann zu aufwändig gefunden hätten das Kabel erstmal wieder auszugraben.
Das Kabel (dunkelgrün, vor ca. einem Monat verlegt) ist aber bereits nach kurzer Zeit an einigen Stellen kaum noch sichtbar, also schon gut vom Rasen überwachsen. Trotzdem werden wir es aber im Herbst oder so, wenn alle Schwachstellen beseitigt sind, noch unterirdisch verlegen um es vor versehentlichen Beschädigungen zu schützen. Unbedingt nötig ist das aber wohl nicht.
Für unseren nicht allzugroßen Garten, ohne Hindernissen die ausgeschlossen werden mussten, haben wir ca. 2 Stunden für die Kabelverlegung benötigt, jedoch mussten wir dafür auch an einigen Stellen das Pflaster hochnehmen, sonst wären wir wohl schneller fertig gewesen.



Die Ladestation steht bei uns hinter dem Haus am Carport und geht von dort einmal rund um den Rasen:


Wenn man die Kabel verlegt und mit der Ladestation verbunden hat, kann man den Landroid auf Testfahrt schicken um zu gucken, ob das Kabel richtig angeschlossen ist und ob er problemlos überall langfährt. Er fährt dann eine Runde entlang des Begrenzungskabels und kehrt dann zur Ladestation zurück.
Nun kann man die Landroid-App herunterladen (auf dem Mäher befindet sich ein QR-Code, mit dessen Hilfe man schnell zur richtigen App gelangt) und den Landroid mit dem eigenen WLAN-Netz verbinden.
Wenn man den Landroid mit dem WLAN verbunden hat, stellt dies gleichzeitig eine Art Diebstahlschutz dar, weil der Mäher in diesem WLAN-Netz registriert ist und nur in diesem WLAN-Netz läuft. Hebt man den Mäher an fängt er an zu piepen und er ist außerhalb des eigenen WLAN-Netzes nicht einsetzbar. Dieben bringt es also nichts in zu stehlen, weil sie ihn eh nicht woanders benutzen können. Wir könnten also auch nicht den Mäher meiner Eltern (gleiche Marke, gleiches Modell) in unserem Netz fahren lassen oder umgekehrt.
In der Landroid-App hat man auch die Möglichkeit individuelle Einstellungen vorzunehmen, z.B. zu welchen Zeiten der Mähroboter mähen soll (kann man für jeden Tag separat einstellen), an welchen Tagen er die Rasenkanten mähen soll, wie lange er nach Regen pausieren soll und man kann verschiedene Mähzonen einrichten.
Außerdem kann man mit Hilfe der App die neusten Firmware-Updates installieren und man kann den akutellen Status des Mähers abrufen (z.B. Mähvorgang, Rückkehr zur Ausgangsposition, Ladevorang, Regenverzögerung) und man bekommt auch Fehlermeldungen aufs Smartphone, wenn sich der Mäher z.B. irgendwo festgefahren hat und ,,befreit'' werden muss.
Gerade sich Sache mit den Updates war für meinen Mann (Informatiker, Nerd...) ein wichtiger Pluspunkt für den Landroid, denn bei manch anderen Herstellern muss man den Mähroboter für Updates zum Kundenservice einschicken, was uns sehr aufwändig erschien.
Außerdem kann man den Landroid mittels der App auch starten, pausieren und ,,nach Hause'' fahren lassen, auch von unterwegs aus.



Nach einer Woche Testfahrt fielen uns ein paar Schwachstellen in unserem Garten auf, bei denen der Mähroboter Probleme hatte.
Einige kleine (und größere) Veränderungen mussten wir dann noch vornehmen, damit Dingsda, so haben wir unseren Landroid genannt, problemfrei über unseren Rasen fahren kann:

  • Unseren Rindenmulch-Weg haben wir entfernt und diesen stattdessen mit Waschbetonplatten neu angelegt, damit der Landroid einfach rüberfahren kann, statt sich im Rindenmulch festzufahren.
  • Das Gefälle hinter dem Carport stellte sich dann doch als zu steil heraus, Dingsda ist dort oft abgerutscht und konnte nicht von selbst wieder hochkommen, sodass wir das Gefälle mit Erde aufgefällt haben, damit die Fläche ebener ist.
  • Das Begrenzungskabel hatten wir anfangs mit 26cm Abstand, wie in der Bedienungsanleitung angegeben, verlegt, dieser große Abstand zum Beetrand stellte sich in den meisten Fällen jedoch als zu weit heraus, weswegen an den Kanten zuviel Gras stehen geblieben ist. Also haben wir die Kabel weiter an den Rand gelegt, jetzt mäht er perfekt alles ab.
Der WORX Landroid S ist für ca. 500m² ausgelegt, soll max. 35% Steigungen schaffen und hat 130m Begrenzungskabel im Lieferumfang.
Unsere Rasenfläche ist wesentlich kleiner, sodass das beiliegende Kabel und die Heringe problemlos für uns gereicht haben.
Unsere kleine Rasenfläche hält er sehr gut kurz, wir haben in zurzeit täglich für 4,5 Std. (abzgl. Ladezeiten) fahren, was bei den heißen Temperaturen, wo der Rasen eh kaum wächst, mehr als ausreichend ist. Ich bin sogar um überlegen ihn bei dieser hochsommerlichen Hitze nur noch alle 2-3 Tage fahren zu lassen.
Wie lange er täglich fahren muss, hängt aber natürlich sehr von der zu mähenden Rasenfläche ab; meine Eltern haben sich zeitgleich den selben Mähroboter gekauft und bei deren größerer Fläche muss er natürlich länger fahren.





Wir haben den Landroid S jetzt seit knapp einen Monat in Betrieb und sind bisher ganz zufrieden.
Natürlich gab es kleine Anfangsschwierigkeiten, er hat sich am Gefälle hinter dem Carport täglich mehrfach festgefahren, aber diese Stelle haben wir ja nun durch Auffüllen behoben, sodass in Zukunft keine Problemstellen mehr vorhanden sind. Testen konnten wir ihn dort natürlich noch nicht, da das Gras dort erstmal wieder wachsen muss, bevor er dort wieder mähen kann.
Mein Eltern haben ja ihren Landroid S ,,Egal'' fast zeitgleich bekommen und sind bisher ebenfalls sehr zufrieden.

Am Ende der Mähsaison kann ich ja nochmal einen Bericht verfassen, dann haben wir ihn länger getestet und können auch zuverlässigere Aussagen treffen.
Auf jeden Fall freue ich mich, dass nun das lästige Mähen am Wochenende ein Ende hat und wir die Zeit sinnvoller nutzen können bzw. das wir auch kein Problem mehr mit schlechtem Wetter haben.

Ach übrigens, ein eigenes Zuhause hat unser Dingsda mittlerweile auch.
Mein Papa hat kleine ,,Garagen'' für die beiden Mähroboter gebaut, eine einfach Konstruktion aus Holz und Dachpappe mit wenig Aufwand.
Ich muss unsere Roboter-Garage jedoch nochmal streichen, damit das Holz witterungsbeständiger geschützt ist und die Garage besser zum Carport passt, aber soviel Arbeit ist das ja nicht und Farbe haben wir eh noch übrig.



Eine kleine lustige Anekdote noch zum Schluss, passend zum Posttitel:

Als wir den Mähroboter aufgebaut und zum 1. Mal gestartet haben, waren die Schafe meines Bruders ziemlich verwirrt. Sie waren auf der anderen Seite unserer Hecke auf der Weide, sind aber so klein, dass sie nicht rüber gucken können. 
Als wir den Mähroboter eingeschaltet haben, waren sie plötzlich ganz aufgeregt und liefen hin und her, da war ein neues Geräusch dass sie nicht einordnen konnten und sie konnten auch nicht sehen woher es kam. 
Ca. eine halbe Stunde sind die verwirrt über die Weide gelaufen, bis sie sich an das neue Geräusch gewöhnt hatten.

Für uns ist das Geräusch das Landroid-Mähroboters nicht schlimm und auch nicht störend im Alltag und wenn wir auf der Terrasse sitzen. Es ist nur ein leises Summen,  ähnlich wie das Summen eines Insekts, nicht wirklich lauter und nicht störend, von weitem eigentlich gar nicht wahrnehmbar.

Schafe können zwar nur sehr schlecht gucken, aber ihr Gehör und ihr Geruch ist wesentlich besser als der von uns Menschen, sodass sie Geräusche, die für uns leise und kaum hörbar sind, natürlich ganz anders wahrnehmen.
Die Schafe, auf der neben unserem Haus liegenden Weide, reagieren sogar darauf, wenn ich morgens die Rollläden hochfahre. Von innen ist der Rollladen-Motor zwar gut hörbar, aber von außen eigentlich nur sehr, sehr leise, schon gar nicht für uns hörbar von der Weide aus, aber die Schafe hören das scheinbar doch.
Und so war es dann auch mit Landroid Dingsda, für uns nur ein leises summen, für die Schafe aber gut hörbar, aber durch die Hecke nicht sehbar was das für ein neues Geräusch ist.
Aber mittlerweile haben sie sich dran gewöhnt und reagieren nicht mehr, wenn Dingsda vorbeifährt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen